28. "Leben live"-Gottesdienst, 10. März 2007
Der Gottesdienst wurde vorbereitet vom Gottesdienstteam. Die Predigt hielt Pfarrer Thomas Lorenz.

Die verwendeten Bibeltexte sind - soweit nicht anders angegeben - mit freundlicher Genehmigung des Verlags entnommen aus: Die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers in der revidierten Fassung von 1984,
durchgesehene Ausgabe in neuer Rechtschreibung.
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Themenpredigt: "Paul Gerhardt - '... denn ich seh in allen Dingen, wie so gut Er's mit mir meint ..."


Es gilt das gesprochene Wort!

Interview mit Paul Gerhard (pdf Datei):


"Sollt ich meinem Gott nicht singen, sollt ich ihm nicht dankbar sein?" oder, wie es in der ursprünglichen Fassung hieß: "… sollt ich ihm nicht fröhlich sein? Denn ich seh in allen Dingen, wie so gut er's mit mir meint" (CS 99,1 = EG 325,1). Das ist schon mehr als erstaunlich, dass jemand, der so viel in seinem Leben hat mitmachen müssen, eine solche Aussage machen kann! Gott meint es gut!

Das Leid war ja in Paul Gerhardts Leben ein beinahe ständiger Begleiter. Was mag in einem Kind vorgehen, das mit zwölf Jahren seinen Vater verliert und zwei Jahre später noch seine Mutter? Dann die große Ehre, die Fürstenschule in Grimma besuchen zu können zusammen mit seinem älteren Bruder Christian. Doch auch dieser menschliche Halt zerbrach, als Christian sich entschied, von Grimma wieder zurück nach Gräfenhainichen auf den elterlichen Hof zu gehen. Das Elend des Dreißigjährigen Krieges mit allem, was dazugehört - Paul Gerhardt musste es, schon seit er elf Jahre alt war, mit ansehen: das unsägliche Leid, den tausendfachen Tod, die Zerstörung ganzer Städte. Der Krieg und seine Nachwirkungen waren fürchterlich - und ist selbst für Menschen, die die Schrecken des Zweiten Weltkriegs erlebt haben, kaum nachzuvollziehen. Die Bevölkerungszahl Deutschlands war von etwa 20 Millionen auf fast ein Viertel, auf 5 bis 6 Millionen geschrumpft. Die Sitten hatten einen historischen Tiefpunkt erreicht, Wirtschaft und Kultur lagen für fast hundert Jahre darnieder. Der Krieg hinterließ ein in jeder Hinsicht ohnmächtiges Deutschland. Und wer mag das persönliche Leid ermessen, das Menschen in dieser Zeit erlitten? Die Menschen waren durch Kriegserlebnisse äußerlich und innerlich verwundet; und sie hatten kaum das Nötigste zum Leben. Später das Leid in der Familie: vier Kinder mussten Paul und Anna Maria Gerhardt zu Grabe tragen, schließlich verstarb auch noch seine Frau 46-jährig nach nur 13 Jahren Ehe. Die theologischen Auseinandersetzungen um das lutherische Bekenntnis hinterließen sicher auch tiefe Spuren bei ihm. Paul Gerhardt war ein sehr friedliebender Mensch. Es ist ihm auch nicht gerade leicht gefallen, dem großen Kurfürsten gegenüber zu seinen theologischen Überzeugungen zu stehen. Immerhin hat er sich mit einem Menschen angelegt, der allgemein für sein herrisches Wesen bekannt war. Aber er musste seinem Gewissen folgen.

Ja, das Leid ein ständiger Begleiter im Leben Paul Gerhardts. Man kann dazu unendlich viel sagen. Pfarrer Dr. Sven Grosse aus München hat im Jahr 2001, um Professor für Kirchengeschichte in Erlangen und Marburg zu werden, eine Habilitationsschrift vorgelegt, die den Titel trägt: "Gott und das Leid in den Liedern Paul Gerhardts". Sie umfasst 365 Seiten! Es gibt also dazu wirklich viel zu sagen.

Das vielleicht Erstaunlichste ist aber über das hinaus, wie er für sich selber mit dem erfahrenen Leid umgegangen ist, dass er auch noch viele andere mit seinen Liedern aufbauen, ermutigen und trösten konnte. Er schuf Gedichte, die - wie kaum irgendeine andere Dichtung deutscher Sprache sonst - die Vollmacht hatten, in Menschenherzen die Flamme des Vertrauens wieder anzufachen; des Vertrauens in die fürsorgliche Liebe des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wie ging Paul Gerhardt mit dem Leiden um und warum wurde trotz allen erfahrenen Leides sein Vertrauen zu seinem Gott nicht geschwächt, sondern - im Gegenteil - vertieft und verstärkt.

Um eine Antwort darauf zu finden, müssen wir "tiefer" ansetzen. Denn schon die Grundeinstellung Paul Gerhardts dem Glück gegenüber war eine völlig andere als wir sie oft haben: Es gibt vor Gott keinen Rechtsanspruch auf Glück. Nach einer Grundüberzeugung der Moderne hat jeder Mensch ein Recht auf Glück. Mit diesem seit der Aufklärung erhobenen Anspruch verbindet sich das Gefühl, unter allen Umständen glücklich sein (oder werden) zu müssen. Paul Gerhardt sieht das im Licht der Heiligen Schrift anders:

Du noch einzig Menschenkind [d. h. Weder du noch irgendein Mensch …]
habt ein Recht in dieser Welt;
Alle, die geschaffen sind, sind nur Gast im fremden Zelt.
Gott ist Herr in seinem Haus,
Wie er will, so teilt er aus.
(CS 72,2; nicht im EG)

Es kann und mag nicht anders werden,
Alle Menschen müssen leiden;
Was webt und lebet auf der Erden,
Kann das Unglück nicht vermeiden.
(CS 94,13 = EG 371,13)

Mangel an weltlichem Glück ist also kein Grund, betrauert zu werden. Auf was wir keinen Anspruch haben, können wir auch nicht als Verlust beklagen. Viel Anlass unseres Klagens heute gibt also unsere Vorstellung, es anders haben zu müssen, weil wir meinen, es verdient zu haben. Niemand von uns würde aber ernsthaft darüber sich beschweren, dass wir etwa keine Privatrakete zum Mond besitzen, weil wir auch nicht meinen, dass sie uns gehören müsse. Darüber erwarten wir also auch keinen Trost.

Unser Leiden entsteht vor allem dann, wenn wir unsere Situation als Unrecht uns gegenüber ansehen. Wir leiden an unseren Krankheiten vermehrt, wenn es kein Medikament dagegen gibt, weil wir davon ausgehen, das müsste es geben; wir leiden an zurückgehenden Löhnen, weil wir sehen, dass es anderen aber besser geht usw. Wenn wir keinen Anspruch auf etwas sehen, leiden wir auch nicht so sehr an seinem Fehlen.

Aber natürlich gibt es auch dann noch genügend Anlass, zu leiden. Vor allem dann, wenn wir an der Situation nichts ändern können: Andere Menschen machen uns das Leben schwer, Krankheit verursacht Schmerzen und Behinderungen, Verluste lassen unser gewohntes Leben einstürzen usw.

Wie aber können wir Leiden begreifen? Was kann Leiden für einen Sinn haben?

Paul Gerhardt bietet in seinen Liedern ganz verschiedene Zugänge des Verständnisses an. Bezeichnend ist dabei, dass es weniger um die Frage nach dem Warum geht, als vielmehr um die Frage nach dem Wozu. Die Frage nach dem Warum ist recht schnell beantwortet: So ist das in der Welt; der Teufel, die Welt und ihre Rotten versuchen uns fertig zu machen. Sie können das nicht leiden, wenn wir uns im Glauben an Gott halten, und wollen uns das Leben schwer machen und davon abbringen. Es ist ihnen ein Dorn im Auge, dass wir zufrieden sind. Es gibt in der Welt eben solche negativen Kräfte. Jede Zeit hat ihre eigenen "Teufel": Mächte, Zeitgeisterscheinungen und Interessen, die keineswegs wollen, dass Gottes Wille sich in der Welt durchsetze, sondern eigene Interessen, Machtphantasien und Überzeugungen.

Solche Erfahrungen sind für Paul Gerhardt so offensichtlich und unabweisbar, dass er auch ganz selbstverständlich von der "Sünde" und Schuld der Menschen reden kann, die das (Zusammen-)Leben auf der Welt manchmal schwer erträglich macht. Die Frage nach dem Warum des Leidens wird also mit dem Angriff des Teufels bzw. der Schuld der Menschen erklärt, die mit ihren Interessen gegen eine friedliche und von Gottes Willen geprägte Welt stehen.

Leiden ist also selbstverursacht ("selbst" nicht unbedingt im persönlichen Sinn, als würde der einzelne Mensch sein eigenes Leid verursachen, sondern als von den Menschen selbst verursacht), entweder direkt oder als Grund für ein strafendes, "züchtigendes" Eingreifen Gottes. Ein guter Vater kann nicht zusehen, wie seine Kinder ungehorsam und zerstörerisch handeln. Er muss irgendwann als liebender Vater auch streng durchgreifen und auf den rechten Weg zurückweisen. Es ist aber stets der liebende Vater, der darin handelt, auch im Zorn. Denn Gott hat ein Ziel mit uns vor Augen.

Darum widmet Paul Gerhardt seine Aufmerksamkeit vor allem der Frage nach dem Wozu. Denn darin liegt der Blick nach vorne und der Ansatz für einen sinnvollen Umgang mit dem Leiden in der Welt.

Ein entscheidender Ansatz für die Antwort nach dem Wozu liegt in der Orientierungsfrage: Wir sollen die Blickrichtung ändern. Wird nicht in unserem Leiden deutlich, dass wir mal wieder viel zu sehr auf anderes als auf Gott geschaut hatten? Haben wir uns nicht gedankenlos auf das verlassen, was wir uns verschaffen können, was uns geschenkt ist - was uns aber niemals gehört? Haben wir uns eingerichtet, als seien wir endlos Besitzer der Welt, und haben vergessen, dass wir nur Gäste sind? Der Gedanke des kurzen Lebens als Gast auf Erden spielt bei Paul Gerhardt eine große Rolle. Kein Wunder - hatte er doch in den Jahren des Dreißigjährigen Krieges durch Gewalt, Hunger und Seuchen immer wieder sehr direkt vor Augen, wie kurz und unverlässlich das Leben sein kann! Es war eine Gegebenheit, schmerzvoll und erschreckend; und es half nichts, sich dagegen zu sträuben. Vielmehr danach auszuschauen, wo denn Verlässliches zu finden ist, wenn es offenbar nicht in Besitz und Leben liegt.

Darum ist das Leiden - so die zweite Antwort auf das Wozu - ein Ruf zu Buße und Umkehr, "Rückkehr" nennt es Paul Gerhardt. Denn wir werden zurückgerufen aus der Gottesferne in seine Nähe. Es gibt doch eine Gemeinschaft zwischen Gott und seinen Kindern, die unverbrüchlich steht. Im Leiden merken wir, dass wir uns davon gelöst hatten, an anderes, Unverlässliches gebunden hatten. Das Leiden macht uns deutlich, wie kurzlebig das war. Die Rückkehr zur Gotteskindschaft, zum Vertrauen auf einen liebenden Vater führt zur Verwandlung des Leidens in Freude. Oder, wie Paul Gerhardt sehr sinnlich sagen kann: zum "Durchsüßen" des Leidens durch den väterlichen Trost. Gegenüber der Gemeinschaft mit Gott ist Leid geradezu vernachlässigbar:


Nimm vorlieb mit deinem Gott!
Hast du Gott, so hat's nicht not.
(CS 72,1; nicht im EG)

Natürlich verschwindet damit noch nicht das Leiden. Aber das Vertrauen lässt die Verwandlung erwarten.

Die dritte Antwort auf die Frage nach dem Wozu lautet darum: Wir sollen Geduld lernen.

Willst du mir geben Sonnenschein,
So nehm ich's an mit Freuden,
Solls aber Kreuz und Unglück sein,
Will ich's geduldig leiden.
(CS 73,11; nicht im EG)

Wir können uns auf die Liebe des göttlichen Vaters verlassen. Aber es kann auch eine mehr oder weniger lange Zeit dauern, bis er das durch eine Verbesserung der Umstände wieder spürbar werden lässt. Glaube erfordert die Geduld, am Vertrauen festzuhalten, bis sich die Verheißungen erfüllen.

Es kann aber auch sein, dass das Leiden dauerhaft bleibt. Es gibt eben auch unheilbare Krankheiten, unwiederbringlichen Verlust. Die Blickrichtung ändern, heißt dann: auf Christus blicken, der auch Leid und Tod ertragen hat um Gottes und der Menschen willen.

Die vierte Antwort nach dem Wozu lautet also: dem Vorbild Jesu entsprechend Leidensbereitschaft entwickeln. In diesem Zusammenhang kann Paul Gerhardt sogar davon reden, "fröhlich" das Kreuz zu tragen. Das mag uns fremd sein. Es ist aber nicht in dem Sinn der begeisterten Märtyrerschaft gemeint, wie wir es von den frühen Christen in Verfolgungszeit kennen, sondern eine Fröhlichkeit, die in dem kindlichen Vertrauen gründet, dass nichts uns von Gott trennen kann - und dass wir dennoch und noch immer viel Grund zum Danken haben.

Womit kann man sich trösten?

Damit kommen wir auf die Frage, worin denn der Trost besteht, mit dem Paul Gerhardt dem Leiden entgegentritt.

Eine immer wiederkehrende Grundvoraussetzung ist die Überzeugung: Es besteht für Gotteskinder schon längst und bleibend eine unzertrennliche Gemeinschaft mit Gott. Christen sind so selbstverständlich mit ihm als Vater verbunden, dass sie aus seiner Liebe gar nicht herausfallen können. Wir können uns immer wieder in seinen Schoß betten, wir können zu ihm vertrauensvoll rufen und bitten, wir können immer wieder zu ihm zurückkehren. Hier ist die unverbrüchliche Verlässlichkeit zu finden.

Woran wird mir das deutlich? Zum Beispiel im Betrachten der Natur. In unzähligen Liedern beschreibt Paul Gerhardt die Schönheit und weise Gestaltung der Natur, um damit dem Menschen vor Augen zu führen, in welch großartigem Schöpfungsgebilde wir eingebunden sind.

Auch der Lauf der Geschichte - diese Beschreibung der Heilsgeschichte verwendet ja auch das Alte und Neue Testament - ist ein Hinweis auf die unendliche Gestaltungs- und Verwandlungskraft Gottes. Schon immer hat sich Gottes Liebe durch und trotz der menschlichen Geschichte seinen Weg gebahnt. Gerade dies fuhrt zu einem praktischen Trost: dem Lobpreis Gottes. Über unzählige Generationen findet dieser Lobpreis Gottes statt. Das Einstimmen in das Lob der Christen aller Jahrhunderte kann einen selbst zum neuen Loben erwecken.

Für Paul Gerhardt findet das Lob aber nicht nur im Raum der Kirche statt, sondern ebenso in der reichen Lebendigkeit der Natur, in der Lebensfreude der Tiere und der prächtigen Schönheit der Pflanze. Sie alle stimmen auf ihre Weise in das Lob Gottes mit ein. Und auch die Engel gehören in dieses umfassende Geschehen des Lobpreisens Gottes - sie singen von Anbeginn und bis in Ewigkeit Gottes Lob - und wir dürfen einstimmen mit ihnen allen! Darum spielt der Gesang bei Paul Gerhardt eine so große Rolle. Der Gesang ist selber schon Trost. Paul Gerhardts Lieder sind weithin Trostlieder, die einen hineinnehmen in das Vertrauen und das Loben und darum den Blick weiten vom persönlichen Leid in die große Gemeinschaft der Glaubenden, Leidenden und Lobenden.

In allem Leid ist Paul Gerhardt sich gewiss, dass Gott seine Erde liebt - und seine Liebe überfließen lässt auf alles, was er geschaffen hat. Alles Widrige kann daher die Sehnsucht nach Gott nur verstärken:

Mein Heimat ist dort oben,
Da aller Engel Schaar
Den großen Herrscher loben,
Der Alles ganz und gar
In seinen Händen träget
Und für und für erhält,
Auch alles hebt und leget,
Nach dem's ihm wohl gefällt.

Zu ihm steht mein Verlangen,
Da wollt ich gerne hin. (...)
(CS 128,9.10 = EG 529,7.8)

Zur Hochzeit der älteren Schwester seiner späteren Frau schrieb er eine Gedicht mit 18 Strophen (sein längstes Gedicht, ein Osterlied, umfasst übrigens 36 Strophen …). Es beginnt mit den Worten: "Der aller Herz und Willen lenkt / Und wie er will, regieret …" Und dann der schöne Satz: "Der Gärtner ist von Liebe reich" - ein zentraler Satz aus dem Glauben und Denken Paul Gerhardts; und der Schlüssel zum Verständnis für sein ungebrochenes Gottvertrauen. Und weiter:

6. Was er gepflanzt mit seiner Hand,
Hält er in großen Ehren;
Sein Sinn und Aug ist stets gewandt,
Dasselbe zu vermehren,
Kommt oft und sieht aus reiner Treu,
Was seines Gartens Zustand sei,
Was seine Reislein machen.

7. Und wenn denn unterweilen will
Ein raues Lüftlein wehen,
Ist er bald da, setzt Maß und Ziel,
Lässt's eilend übergehen.
Wenn er betrübt, ist's gut gemeint,
Er stellt sich hart und ist doch Freund.
Voll süßer Gnad und Hulde.

8. O selig, der, wenn's Gott gefällt,
Ein Wölklein einzuführen,
Ein treues, fröhlich Herz behält,
Lässt keinen Unmut spüren!
Ein Wölklein geht ja bald vorbei,
Es währt ein Stündlein oder zwei,
So kommt die Sonne wieder.

11. Wohlan, lass Regen, Reif und Wind
Bald oder lang ansetzen,
Wer Gott liebt, bleibet Gottes Kind,
Kein Fall wird ihn verletzen.
Er sitzet in des Vaters Arm,
Er gibt ihm Schutz, der hält ihn warm,
Und spricht: Sei unerschrocken!
(CS 44,6-8.11; nicht im EG)

Und Jahre später dichtet er:

Das kann mir fehlen nimmermehr:
mein Vater muss mich lieben.
Wenn er mich auch gleich wirft ins Meer,
so will er mich nur üben
und mein Gemüt
in seiner Güt
gewöhnen, fest zu stehen.
Halt ich denn stand,
weiß seine Hand
mich wieder zu erhöhen!
(CS 73,2; nicht im EG)

Noch eine letzte Paul-Gerhardt-Strophe zum Schluss:

Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt
unsern Geist aus viel tausend Nöten,
schließt das Tor der bittern Leiden
und macht Bahn,
da man kann
gehn zu Himmelsfreuden.
(CS 83,8 = EG 370,8

Die Kirchengemeinde Eysölden und das Gottesdienstteam wünscht einen gesegneten Sonntag!